Neoprenanzug Kaufratgeber und Vergleich 2017

Ein Neoprenanzug gehört zur Grundausstattung beim Schnorcheln und Tauchen, weshalb wir den Neoprenanzug Vergleich für Dich gemacht haben. Beim Tauchen, Schnorcheln und anderen Wassersportarten wird dieser getragen, um den Körper in kaltem Wasser vor dem Unterkühlen zu schützen. Um eine ganzheitliche Abdeckung und den Schutz des Körpers vor kaltem Gewässer zu gewährleisten, sollten neben dem Neoprenanzug auch Neoprenschuhe und gegebenenfalls eine Neoprenmaske getragen werden.

In unserem Kaufratgeber findest Du außerdem eine Auswahl aktueller Neoprenanzug-Modelle, inklusive ausführlichen Produktberichten.

Aktuelle Neoprenanzug Empfehlungen für 2017

Empfehlung
ProduktbildCressi Herren Tauchanzug Castoro 5 mm mit RückenreißverschlussO'Neill Wetsuits Herren Neoprenanzug Reactor 3:2 mm Full WetsuitCressi Herren Neoprenanzüg Schwimm PlayaCressi Herren Neopren Schwimmanzug LidoPI-PE Damen Neoprenanzug Pure Long 3mmPI-PE Herren Neoprenanzug Active Full Long Sleeve
Produkt
Cressi Herren Tauchanzug Castoro 5 mm
O’Neill Wetsuits Herren Neoprenanzug Reactor
Cressi Neoprenanzug Playa
Cressi Neoprenanzug Lido
PI-PE Neoprenanzug Pure Long 3mm
PI-PE Neoprenanzug Active
Produkteigenschaften
Preis
ab 113,88 EUR
ab 90,74 EUR
44,98 EUR
ab 32,99 EUR
ab 45,78 EUR
59,95 EUR
Kundenbewertung
4.5 Stars

(22 Bewertungen)

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(27 Bewertungen)

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Neoprenanzug Empfehlungen 2017

1. Cressi Herren Tauchanzug Castoro 5 mm

Cressi Neoprenanzug Test zweiter Platz
Art: Wetsuit
Farbe/n: Schwarz
Modellname: Castoro
Hersteller: Cressi

Angebotspreis
ab 114,98 EUR*
inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Den ersten Platz im Neoprenanzug Vergleich belegt der Cressi Herren Tauchanzug Castoro 5 mm. Dieser Anzug besteht aus zweiseitig kaschiertem 5 mm Neopren. Gleichzeitig sind die Abschlüssen der Handgelenke und Fußgelenke mit einem sogenannten Aquastop-System versehen. Damit minimieren Sie das Eindringen von Wasser zwischen Neopren und der Haut, wodurch ein erhöhter Tragekomfort entsteht.  Das Aquastop-System besteht dabei aus Dichtmanschetten aus Glattneopren mit einer Stärke von rund 1,5 mm. Der Verschluss an der Rückseite des Neoprenanzuges ist, wie auch der O’Neill Wetsuits, mit einem verlängerten Band zum eigenständigen Schließen des Anzuges versehen. Sowohl die Knie-, Schienbein- und Schulterpartie ist des Weiteren mit Power Tex-Material versehen, was Dich vor Grundkontakten oder Verletzungen schützt. Die Beinpartie am Neoprenanzug sind außerdem so geformt, dass die Benutzung von Schwimmflossen beim Tauchen und Schnorcheln deutlich erleichtert wird. Mit einem Preis ab rund 115,90 EUR* und einer verfügbaren Farbvariation (schwarz, grau, gelb) ist der Cressi Herren Tauchanzug Castoro 5 mm der verdiente Sieger im Neoprenanzug Vergleich.

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2. O’Neill Wetsuits Herren Neoprenanzug Reactor

Neoprenanzug Test O'Neill Wetsuits Herren
Art: Wetsuit
Farbe/n: Schwarz
Modellname: Reactor
Hersteller: O’Neill

Angebotspreis
ab 88,89 EUR*
inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Unser zweiter Sieger im Neoprenanzug Vergleich ist der O’Neill Wetsuits Herren Neoprenanzug Reactor. Dieser ist ein Glathaut-Anzug, welcher sich vollständig an den Körper anpasst und gleichzeitig Öffnungen wie den Halsbereich verschließt. Die Kragenweite ist per Klettverschluss verstellbar. Der Reißverschluss am Rücken des Neoprenanzuges ist mit einem sogenannten YKK Back Zip System versehen. Dies bedeutet, dass der Verschluss mit einem langen Band auch ohne fremde Hilfe zugezogen werden kann. Im Nackenbereich des Anzuges kann mit einem Klettverschluss verschlossen außerdem der Reißverschlusskopf versteckt, bzw. abgedeckt werden, um ein ungewolltes Öffnen beim Benutzen des Neoprenanzuges zu vermeiden. Eine zusätzliche versteckte Schlüsseltasche sorgt außerdem dafür, dass Du problemlos kleinere Gegenstände mitnehmen kannst. Die Nähte sind in der Verarbeitung sowohl hochwertig und reißfest, als auch atmungsaktiv, wodurch auch das Ausziehen des nassen Neoprens ohne Probleme möglich ist. Durch die Verarbeitung des exklusiven FluidFlex Materials an Schulter und Armen bietet der Anzug des Weiteren sowohl Schutz, als auch gleichzeitig eine optimale Bewegungsfreiheit. Insgesamt wird der Neoprenanzug in drei verschiedenen Farben angeboten und ist mit einem Preis ab rund 80 EUR* ein wahres Top-Modell im Neoprenanzug Vergleich.

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Der Neoprenanzug – Die zweite Haut bei Tauchgängen

Wer sich über einen längeren Zeitraum im Wasser befindet, muss in hohem Maße auf seine Körpertemperatur achten. Gerade bei geringen Wassertemperaturen saugt Dir das Wasser förmlich die Energie aus dem Körper. Die Folge können Unterkühlungen, Taubheitsgefühle und Krämpfe bis hin zur vollständigen Unfähigkeit Dich zu bewegen sein.

Der beste Schutz gegen Unterkühlungen und weiteren Gefahren die im Wasser lauern, bietet ein Taucheranzug aus Neopren. Er liegt wie eine zweite Haut auf Deinem Körper und hält so die Wärme innen und isoliert Dich vor der Kälte des Wassers. Zudem bietet der Neoprenanzug einen zusätzlichen Schutz gegen Verletzungen durch scharfe Kanten, beispielweise bei Tauchgängen in Korallenriffen oder der Erkundung von Schiffswracks.

Woher kommt der Neoprenanzug?

Das Risiko der Auskühlung im kühlen Wasser ist schon bekannt, seit es die ersten richtigen Tauchgänge gibt. In der Südsee beispielsweise tauchten die Schwamm- und Perlentaucher in der Regel unbekleidet oder nur mit einem Lendenschutz in die Tiefe. Natürlich ist in der Südsee das Wasser an der Oberfläche ausreichend warm, in den Tiefen, die diese Taucher aber erreichen mussten, wurde es empfindlich kälter. Gekümmert hat das damals keinen, die meisten Perlentaucher waren Sklaven, die bei einem Ausfall einfach ersetzt wurden.

Da damals ein Menschenleben noch nicht allzu viel wert war und sich daher keiner Gedanken über die Verluste beim Tauchen machte, dauerte es verhältnismäßig lange, bis die Idee einer Schutzbekleidung für Taucher entwickelt wurde. Die ersten richtigen Taucheranzüge aus Leder stammen aus der Zeit um 1405. Sie waren für die Schwimmer und Taucher der verschiedenen militärischen Kräfte bestimmt. Allerdings wurde dabei weniger an das Wohlergehen des Tauchers gedacht wurde, vielmehr sollte er einfach lange genug überleben um die ihm aufgetragene Aufgabe zu erledigen, welche in den meisten Fällen in Sabotageakten bestand.

Die erste zivile Nutzung eines Schutzanzugs für Taucher ist aus dem 17. Jahrhundert bekannt. Damals wurde die Taucherglocke eingesetzt um Bergungsgut aus Schiffswracks zu heben. Da es dabei in den Tiefen der Nord- und Ostsee ausgesprochen kalt war, wurden die Tauchgänger mit einem Tauchanzug aus Leder ausgestattet. Dieser bot allerdings nur einen recht geringen Schutz gegen die Kälte und die Bergungstaucher waren trotz des Taucheranzugs dem Tod näher als dem Leben, wenn sie wieder auftauchten. Selbst eine Art Innenfutter aus Wolle brachte nur eine geringfügige Besserung.

Dennoch blieben das Leder und Wolle die einzigen Stoffe, aus welchen damals ein Taucheranzug hergestellt werden konnte, alle anderen Stoffe waren vollkommen ungeeignet, da sie entweder gar keinen Wärmeschutz bildeten oder die Bewegungsfreiheit so sehr einschränkten, das ein normales Tauchen damit unmöglich war. So verschaffte diese Form des Tauchanzugs den damaligen Tauchern ein bisschen Wärme und einen geringen Schutz gegen Verletzungen, geändert hat sich das erst in der Mitte des 19ten Jahrhunderts.

Mit der Erfindung der Vulkanisation von Gummi im Jahr 1839 (patentiert 1844) stand urplötzlich ein Material zu Verfügung, welches flexibel und absolut Wasserdicht zugleich war. Es dauerte nicht lange bis die ersten Taucheranzüge aus diesem tollen Material hergestellt wurden. Der große Vorteil lag dabei in der Herstellung der Tauchanzüge selbst. Diese konnten aus einem Guss hergestellt werden, ohne dass Nähte erforderlich waren, durch die das Wasser eindringen konnte. Der wasserdichte Anzug ermöglichte es den Tauchern unter dem Gummi eine oder mehrere Lagen Baumwolle zu tragen, welche den Körper gegen die Kälte abschirmte. Das erste Vorgängermodell des modernen Taucheranzugs war geboren.

Welche Arten von Neoprenanzügen stehen mir zur Verfügung?

Grundsätzlich ist bei den Tauch- oder Schwimmanzügen zwischen drei Arten zu unterscheiden. Je nach Verwendung und Vorlieben kannst Du Dich für die Variante entscheiden, welche Dir am ehesten liegt. Wir beginnen mit dem gebräuchlichsten Tauchanzug auf dem Markt.

Der Nassanzug

Der Nassanzug ist der am meisten genutzte Neoprenanzug auf dem Markt, er wird früher oder später von fast jedem Taucher genutzt und leistet dabei hervorragende Dienste. In der Regel bekommst Du ihn in Stärken, die zwischen 2,5 mm und 8,0 mm liegen. Oftmals verfügt der Nassanzug auch über ein Innenfutter, welches aus Nylon, Frottee oder anderen, hautverträglichen Stoffen besteht. Der Nassanzug sollte bei der Nutzung immer möglichst eng auf der Haut liegen, mit einem Innenfutter wird das Tragen eines solchen Neoprenanzugs daher oft um einiges Angenehmer.

Wie bei allen anderen Modellen ist auch das Material beim Nassanzug wasserdicht konstruiert. Allerdings dringt bei der Nutzung durch die Reisverschlüsse sowie durch die Öffnungen für Deine Hände, die Füße und den Hals Wasser in den Anzug ein. Natürlich fragt sich jetzt jeder Laie, wozu er einen Tauchanzug braucht, wenn er doch ohnehin nass wird. Dieser Wassereinbruch in den Neoprenanzug ist dabei jedoch durchaus gewollt und erfüllt einen wichtigen Zweck. Denn das Wasser zwischen dem Anzug und Deiner Haut stellt bei diesem Anzug die Wärmedämmung dar.

Aufgrund der Tatsache, dass der Anzug eng auf der Haut liegt, ist die Wassermenge, die eindringen kann relativ gering. Es fühlt sich zwar am Anfang recht kalt an, doch Dein Körper bringt das Wasser auf Deiner Haut recht schnell auf eine angenehme Temperatur. Ist diese Temperatur erreicht, setzt die eigentliche Wirkung des Wassers im Anzug ein, denn es dient zur Wärmedämmung und zur Kühlung zugleich. Durch Deine permanenten Bewegungen zirkuliert das Wasser in Deiner Neoprenhülle ohne Unterlass. Dadurch verteilt sich das Wasser immer wieder neu und mit ihm die aufgenommene Wärme.

Wenn die Flüssigkeit also eine Körperregion passiert, welche Dir Deine Aktionen deutlich wärmer ist, wird die Wärme vom Wasser aufgenommen und in Regionen, die weiniger beansprucht werden wieder abgegeben. Dadurch ist Dein ganzer Körper optimal temperiert und es besteht nicht die Gefahr, dass einzelne Bereiche auskühlen oder überhitzen. Ein Auskühlen des Wassers von außen musst Du dabei nicht befürchten, da hier ja die Neoprenschicht einen optimalen Thermoschutz bildet und die Wassermenge, welche durch die Öffnungen mit dem Gewässer ausgetauscht werden ist minimal.

Einen Nassanzug kannst Du in unterschiedlichen Formen erwerben, zum einen mit verschiedenen Materialstärken (je kälter das Wasser, desto dicker sollte das Material sein), zum anderen in verschiedenen Formen. So kannst Du den Nassanzug in wärmeren Gewässern auch mit kürzeren Ärmeln und Beinteilen nutzen. Zusätzlich gibt es den Taucheranzug al Ein- oder Zweiteiler und als Overall. Von den ganzen Farben und Mustern, die Dir zur Auswahl stehen, wollen wir hier gar nicht erst anfangen, es würde die Kapazität der Homepage sprengen.

Die Vorteile des Nassanzugs liegen auf der Hand, zum einen ist das An- und Ausziehen der zweiten Haut leichter als bei anderen Modellen, die Auswahl ist gewaltig und auch beim Anschaffungspreis kommst Du bei diesem Modell am günstigsten weg. Zudem ist er vielfältig einsetzbar, Du kannst damit sowohl in wärmeren als auch in kühleren Gewässern tauchen.

Natürlich gibt es auch Nachteile, so ist die Thermoregulierung beispielsweise begrenzt. Dadurch ist der Anzug durch nicht für sehr kalte Gewässer geeignet, da die Zirkulation des Wassers zu große Temperaturunterschiede nicht kompensieren kann. Auch die Dicke des Materials kann sich negativ auf das Schwimmverhalten auswirken. In einem Neoprenanzug mit einer Materialstärke von 8 mm kommt es zwangsläufig zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Zusätzlich verursacht das dickere Material einen stärkeren Auftrieb, welchen Du bei Tauchgängen durch Bleigewichte oder eine Tarierweste ausbalancieren musst. Zudem ist es bei einem Nassanzug nicht möglich, wärmende Unterbekleidung zu tragen.

Der Feuchtanzug

Der Feuchtanzug, auch als Halbtrockenanzug bekannt, ist im Grunde identisch mit dem Nassanzug. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal stellt die Wasserdurchlässigkeit an den offenen Stellen dar. Bei einem Feuchtanzug befinden sich an den entscheidenden Stellen (also am Hals, den Ärmeln und so weiter) einfache oder doppelte Neoprenmanschetten, durch welche das Eindringen von kaltem Wasser größtenteils unterbunden wird. Dadurch bleibt die Temperatur im Anzug wesentlich stabiler, da nicht ständig das warme Innenwasser gegen kaltes Außenwasser ausgetauscht wird. Durch den besseren Wärmeschutz wird somit auch die Nutzung in kälteren Gewässern ermöglicht. Allerdings hat auch dieser Anzug seine Grenzen, bei Temperaturen nahe des Gefrierpunkts oder darunter ist eine Nutzung nicht ratsam. Auch beim Feuchtanzug hast Du keine Möglichkeit, durch Unterbekleidung für eine extra Wärmedämmung zu sorgen.

Der Trockenanzug

Ein Trockenanzug ist unter anderem auch unter den Bezeichnungen Trockentauchanzug, Drysuit oder schlicht Trocki bekannt. Dabei handelt es sich um einen einteiligen Tauchanzug aus wasser- und gasdichtem Neopren. Der große Vorteil eines solchen Anzugs ist die Tatsache, dass Du kaum mit dem Wasser in Berührung kommst. Somit kannst Du unter dem Neoprenanzug wärmende Kleidung tragen oder den Anzug (bei hochwertigeren Modellen) mit einem Isolationsgas füllen um optimal gegen die Kälte geschützt zu sein. Dabei hat der Neoprenanzug einen klaren Vorteil gegenüber einem Membran-Trockentauchanzug, das Neopren besitzt bereits hervorragende Isoliereigenschaften, daher bedarf es keiner allzu dicken Kleiderschicht darunter um Dich warm zu halten. Dafür hat der Neoprenanzug einen deutlich höheren Auftrieb, den Du durch Bleigewichte tarieren musst, um vernünftige Tauchgänge durchführen zu können.

Eine weitere Besonderheit beim Trockenanzug sind die Ventile, durch welche Du Druckluft oder besser noch Argon in Deinen Neoprenanzug pumpen kannst, um die optimale Wärmedämmung zu gewährleisten. Durch die Luft- beziehungsweise Gasfüllung ist Dein Körper dann perfekt gegen die Kälte des Wassers geschützt. Die Befüllung erfolgt in den meisten Fällen über ein Ventil an der Brust, allerdings stehen die an allen Gliedmaßen Ablassventile zur Verfügung, über welche Du bei Bedarf Druck ablassen kannst (beispielsweise für die Tarierung).

Welche Punkte sind vor dem Kauf eines Neoprenanzugs zu beachten?

Wenn Du schon zu den Fortgeschrittenen oder Profis im Wassersport gehörst, dann können wir Dir hier vermutlich nicht allzu viel Neues erzählen. Planst Du jedoch den Kauf Deines ersten Neoprenanzugs, haben wir einige Hinweise für Dich, die Dir bei Deiner Kaufentscheidung helfen und Dir Hilfestellung geben bei der Frage, welcher Neoprenanzug für Dich der richtige ist.

Gerade als Anfänger ist der erste Schritt beim Kauf Deines Tauchanzugs die Klärung der Frage, welche schwimmerischen Fähigkeiten Du hast. Hierzu lasst Du Dich am besten in einer Schwimm- oder Tauchschule beurteilen. Das mag Dir zunächst seltsam vorkommen, tatsächlich gibt es aber höchst unterschiedliche Neoprenanzüge für jeden Schwimmertyp, welche dazu ausgelegt sind Deine Schwächen beim Schwimmen auszugleichen und Deine Stärken zu unterstützen.

Ist dieser Schritt getan und Du weißt welchen Neoprenanzug Du brauchst, geht es an die Anprobe. Hierzu solltest Du viel Zeit und noch mehr Geduld mitbringen. Denn die Anprobe eines Neoprenanzugs unterscheidet sich sehr von den Anproben in der Umkleidekabine eines Modehauses. Der Neoprenanzug muss „spack“ sitzen, also sehr eng an der Haut, um Dich optimal zu unterstützen und für die richtige Wärmezirkulation sorgen zu können. Viele Hersteller bieten regelmäßige Testschwimmertermine in öffentlichen Bädern oder an Seen an, bei denen Du Deinen Neoprenanzug unter realen Bedingungen im Wasser einem Neoprenanzug Test unterziehen kannst. Wir können Dir nur empfehlen, für den Kauf Deines ersten Neoprenanzugs an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Nicht nur wegen der realistischen Testmöglichkeit, sondern auch weil bei solchen Terminen immer fachkundige Mitarbeiter anwesend sind, die Dich optimal in allen Bereichen beraten. Außerdem bekommst Du bei solch einer Veranstaltung Deinen Neoprenanzug oftmals etwas günstiger als im Fachgeschäft.

Auf jeden Fall solltest Du Dich vorab informieren, welche Hersteller beim Praxistest vor Ort sein und welche Modelle vorgestellt werden. Es macht schließlich keinen Sinn zu einer Testaktion zu fahren, wenn Dir schon vorher klar ist, das kein Modell dabei ist, welches Dich interessiert. Haben der oder die Hersteller und einige der Modelle Dein Interesse geweckt, solltest Du Dich unbedingt anmelden. Oftmals sich die Teilnehmerplätz begrenzt und es ist eine Reservierung erforderlich. Du solltest für einen solchen Praxistest unbedingt einen vollen Tag einplanen, denn die Suche nach dem richtigen Neoprenanzug kann zuweilen recht zeitaufwendig sein und Du wirst zwischen den Modellen auch die eine oder andere Pause benötigen.

Wie Du Deinen Neoprenanzug testest

Wir gehen hier einmal davon aus, dass Du Dich für die meistgenutzte Variante beim Neoprenanzug entschieden hast, den Nassanzug. Wenn Du in einen Neoprenanzug geschlüpft bist (klingt so einfach), dann steigst Du zunächst einmal ins Wasser, wo Du den Taucheranzug nochmals zurechtrückst, nachdem Du am Halsabschluss etwas Wasser hast hineinlaufen lassen. Danach begibst Du Dich zunächst wieder an Land, wo Du das überschüssige Wasser auch den Beinteilen auslaufen lässt.

Danach steigst Du in das Wasser und beginnst mit ein paar einfachen Schwimmbewegungen. Hier wird sich schnell zeigen, ob die Eigenschaften des gewählten Neoprenanzugs mit Deinen Schwimmstil und Deinem Körperbau harmonieren. Der Auftrieb, den Du durch den Tauchanzug erhältst, muss sich vollkommen gleichmäßig auf Deinen Körper verteilen. Wenn Du das Gefühl hast, Deine Beine, Dein Oberkörper oder eine Seite werden stärker nach oben getrieben, als die anderen Körperbereiche, dann ist das Modell nicht für Deine Zwecke geeignet. Am besten kannst Du das feststellen, wenn Du Dich leicht vom Beckenrand oder vom Ufer abstößt und Dich dann einfach ruhig im Wasser treiben lässt. So spürst Du ganz genau, an welcher Körperpartie Du einen Auftrieb verspürst und wo dieser zu wünschen übrig lässt.

Fühlt sich die Wasserlage stabil an und Du hast auch sonst kein Gefühl des Umfallens oder einer Schräglage, dann kannst Du jetzt mit den ersten Schwimmbewegungen beginnen. Achte darauf, Dich besonders zu Beginn mit langsamen und gleichmäßigen Bewegungen vorwärts zu bewegen, um eventuelle Unregelmäßigkeiten erkennen zu können. Dazu gehört zum Beispiel das Gefühl, seitlich abzutreiben oder gegen einen Strom zu schwimmen. Führe Deine Schwimmtests sowohl in der Brustlage, als auch in der Rückenlage durch.

Der letzte Schritt ist das Ausziehen des Neoprenanzugs. Wenn Du Dich aus diesem geschält hast, solltest Du Deinen Körper auf Druckstellen oder schmerzhafte Rötungen untersuchen. Damit stellst Du sicher, dass der Neoprenanzug an keiner Stelle drückt oder durch Reibung Deine Haut reizt. Fallen alle Testergebnisse Deines Tauchanzugs positiv aus, dann hast Du Deinen Neoprenanzug gefunden.

Welche Zubehörteile sine wichtig?

Du wirst auf jeden Fall das eine oder andere Zubehörteil für Deinen Neoprenanzug brauchen. Welche davon wichtig sind, zeigen wir Dir hier.

Handschuhe, Neoprensocken und Manschetten

Der Neoprenanzug kann nur die Körperregionen schützen, die er auch bedeckt. Das ist bei den Händen und Füßen nicht der Fall. Du wirst auch schwerlich einen Tauchanzug finden, bei dem die Handschuhe und die Neopren-Booties (die Socken) schon integriert sind. Das Angebot, welches hierfür bereitgestellt werden müsste, damit jeder ein passendes Modell bekommt, würde einfach jeden Rahmen sprengen. Jeder Mensch hat nun mal unterschiedliche Hände und Füße. Daher werden in der Regel zu jedem Neoprenanzug Handschuhe und Neoprensocken in verschiedenen Größen angeboten, diese lassen sich dann ideal mit Deinen Taucheranzug verbinden. Gleiches gilt natürlich auch für die Halsmanschette, welche den Bereich des Halses abdichtet und gegebenenfalls die Verbindung zur Kopfhaube darstellt.

Die Kopfhaube

Gerade in kalten Gewässern ein absolutes Muss! Ist der Kopfbereich schutzlos den kalten Temperaturen ausgesetzt, kann das schwerwiegende Folgen haben. Dabei ist der sogenannte Hirnfrost (das Gehirn friert nicht wirklich ein, dennoch ist es ein sehr schmerzhaftes Erlebnis) noch relativ human. Eine Unterkühlung am Kopfbereich kann auch zu einer Ohnmacht führen. Im optimalen Fall trägst Du zu Deinem Neoprenanzug eine passende Halsmanschette und die Kopfhaube, so dass der Ganze Kopf und Nacken/Halsbereich abgedeckt ist. Dabei sollte die Öffnung für die Augen komplett von einer Taucherbrille abgedeckt sein.

Die Taucherbrille

Diese darf natürlich bei keinem Tauchgang fehlen. Natürlich muss auch die Taucherbrille einen optimalen Sitz haben, daher solltest Du die Taucherbrille in Ruhe aussuchen und viele Modelle probieren, bist Du den wirklich passende Augenschutz findest. Achte darauf, das richtige Modell zu wählen, für Tauchgänge in Tiefen bis zwei Meter reicht eine einfache Schwimmbrille. Bei tieferen Tauchgängen brauchst Du definitiv eine Taucherbrille, bei der Du unter Wasser einen Druckausgleich vornehmen kannst. Diese erkennst Du am einfachsten daran, dass auch Deine Nase abgedeckt ist.

Tarierungsgewichte/Bleigewichte

Damit Du im Wasser immer die volle Kontrolle behältst, muss Dein Neoprenanzug optimal ausbalanciert sein. Daher musst Du den Auftriebskräften, welche jeder Anzug innehat, durch gleichmäßig verteilte Gewichte entgegen wirken. Ein nicht balancierter Anzug, bei dem Du ständig mit dem Gleichgewicht kämpfen musst oder der Dich immer wieder nach Oben treibt, wird Dir schnell die Freude am Tauchen verderben.

Die Taucheruhr mit Tiefenmesser

Wenn Du schwerelos durch die Tiefen gleitest, kann es schnell passieren, dass Du die Zeit vergisst oder nicht auf die Tiefe achtest. Daher ist ein entsprechendes Instrument an Deinem Armgelenk sehr wichtig. Sie zeigt Dir nicht nur die Zeit an, sondern macht sich auch via Vibration bemerkbar, wenn eine zuvor eingestellte Grenze erreicht wird.

Die Pflegeprodukte

Damit Du eine möglichst lange Zeit Deine Freude mit dem Neoprenanzug hast, ist auch eine spezielle Pflege desselben erforderlich. Dazu gehört die Reinigung mit Reinigungsmitteln, die für Neopren geeignet sind und auch entsprechende Pflegemittel, welche das Material geschmeidig halten. Ein zu aggressiver Reiniger oder das falsche Pflegemittel können Deinen Tauchanzug irreparabel beschädigen, so dass Du ihn nicht mehr nutzen kannst.

Ein Reparaturkit

Es passiert schnell, dass Du Dir in Deinem Anzug einen kleinen Riss oder ein Loch einfängst. Derlei Kleinschäden lassen sich mit dem richtigen Reparaturkit schnell beheben. Sollte der Schaden aber größer ausfallen, lass ihn besser von einem Fachbetrieb richten, eine falsche Reparatur verschlimmert oft noch den eigentlichen Schaden.

Neoprenanzug Einsatzmöglichkeiten

Ein Neoprenanzug lässt sich schließlich sowohl zusammen mit Tauchmaske, Schnorchel und Schwimmflossen, aber auch alleine einsetzen. So nutzen neben Tauchern auch Surfer Neoprenazüge, um sich vor kaltem Wasser und damit vor Unterkühlung zu bewahren. Diese zweite Haut ist somit hauptsächlich als Schutz unseres Körpers vor Kälte gedacht.

Aber auch beim Schnorcheln oder Surfen kann ein Neoprenanzug vor äußeren Verletzungen schützen. Scharfe Kanten an Riffen oder Felsen können die im Wasser aufgeweichte Haut schnell verletzen, wodurch Blut aus der Wunde austreten kann – Unterwasser nie eine angenehme Situation.

Aber auch zum einfachen Schwimmen, beispielsweise während der Wintermonate, eignet sich ein Neoprenanzug hervorragend, weshalb dieser Neoprenanzug Vergleich sowohl für Taucher, als auch für Surfer und Schwimmer überaus hilfreich sein soll.

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